Offener Ganztag: AG-Vorstellungen in neuem Format

ag imkereiMit dem Beginn dieses Schuljahres hat sich für das Ratsgymnasium so einiges verändert: Europaschule, mit dem neuen elften Jahrgang kommt die Rückkehr zu G9 in der Oberstufe an und die Schule startet in die Ära als „offene Ganztagsschule“. Über 30 Arbeitsgemeinschaften hat das Kollegium dafür auf die Beine gestellt, von Computerprogrammierung über Cambridge-Zertifikate und Fahrradwerkstatt bis hin zu kreativem Schreiben und „Jugend forscht“. Die eigene Schülerschaft bietet mit den Sportassistenten Sportprogramme an, der ausschließlich aus Schülerinnen und Schülern bestehende Sanitätsdienst hat Erste Hilfe im Angebot. Zusätzlich ergänzen außerschulische Helfer das Angebot für die Schülerinnen und Schüler um Judo, Schach und sogar Imkerei (hier die vollständige Liste).

Die Frage, wie Angebot und Nachfrage nun zueinanderfinden können, war eine der größeren logistischen Fragen zum Schuljahresbeginn, schließlich mussten weit über 1000 Schülerinnen und Schüler informiert werden, welche Aktivitäten zur Auswahl stehen. Das Ratsgymnasium ging in einem geglückten Experiment einen spannenden Weg: In Form eines „Marktes der Möglichkeiten“ in der Pausenhalle konnten sich die verschiedenen Jahrgänge jeweils 45 Minuten lang bei den Ständen der angebotenen AGs informieren. Viel Trubel also, aber auch viele tolle Gespräche und viele neu entdeckte Interessen: „Eigentlich wollte ich gar keine AG wählen,“ so eine Schülerin. „Aber jetzt habe ich die Schulsanitäter entdeckt – da mache ich mit!“.

Die Bilanz der Organisatoren fiel dann auch, ebenso wie die der Schülerinnen und Schüler und des Kollegiums, durchweg positiv aus. Zwar waren alle erschöpft, aber der Funke ist übergesprungen.

Die AG-Wahl erfolgt vom 17.-24. August über das schulinterne Iserv-Netzwerk.

Übrigens:

Im Rahmen der heutigen Vorstellung der AGs haben drei Kandidaten die ersten Preise beim Gewinnspiel der Orchester AG gewonnen: Theo G. (7m) gewinnt einen Würfel als Must-Have zur Freizeitgestaltung, Johann S. (9F1) ein Käsebrötchen und Melinda R. (6a) ein Franzbrötchen, weil sie den Inhalt eines Geigenkastens richtig errieten. Die Auflösung: Im Geigenkasten war eine Triangel.

 

Ratsgymnasium beim Stadtradeln mit „Gold“ geehrt

Mit Stolz konnte der Teamchef "Stadtradeln" des Ratsgymnasiums, Michael Plötz, am 14. August im Ratssaal in Rotenburg eine goldene Urkunde aus den Händen von Bürgermeister Andreas Weber sowie Andrea Rieß und Anke Jacobs vom Umweltschutzbüro entgegennehmen: das Ratsgymnasium stellte diesmal das größte Team mit 69 Teammitgliedern, gefolgt von der IGS Rotenburg und den Rotenburger Werken. Das war schonmal eine erste Ehrung wert.

Mit insgesamt 12.570km erradelte unsere Mannschaft aber auch noch das insgesamt drittbeste Ergebnis der Stadt und half so kräftig mit, Rotenburg bundesweit auf einen unglaublichen 74. und in Niedersachsen sogar auf den vierten Platz zu hieven. Hierfür gab es dann gleich nochmal eine bronzene Urkunde hinterher.

Die von lokalen Sponsoren gestifteten Geldpreise im Wert von insgesamt 150,-€ werden am Ratsgymnasium Rotenburg dann auch gleich wieder in Sportutensilien investiert – „Stadtgeradelt“ nämlich auch 2019 wieder vom 26. Mai bis zum 15. Juni. Vielleicht geht dann ja sogar noch mehr… Auf jeden Fall vielen Dank an all die aktiven Radfahrerinnen und Radfahrer aus Schülerschaft und Kollegium, die diesen tollen Erfolg ermöglicht haben.

 

Verabschiedungen am Ratsgymnasium – Volker Evers geht in den Ruhestand

Die Sommerferien bringen an jeder Schule Abschiede mit sich, Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule, es gibt Wechsel allenthalben – auch beim Kollegium. Dieses Jahr ist aber am Ratsgymnasium ein ganz besonderes, denn die Abschiede sind viele und sie wiegen schwer. Wurde bereits am Montag Friedhelm Horn offiziell in den Ruhestand entlassen, so war es am Dienstag mit Volker Evers eines der wenigen verbliebenen Urgesteine der Schule.

06-28-2018 Evers HPEvers (Bild links), seit 1985 an der Schule, hat nach außen und innen das Gesicht und die Wahrnehmung des Ratsgymnasiums in Stadt und Landkreis maßgeblich geprägt. Als langjähriger Fachobmann steuerte er die Fachgruppe Deutsch durch die Irrungen und Wirrungen der niedersächsischen Bildungspolitik mit ständig wechselnden Curricula, Doppelabitur, Einführung von G8 und dessen Rücknahme inklusive Doppelabitur – ohne dabei jemals die Lust am Beruf und die Interessen der Schülerinnen und Schüler aus dem Blick zu verlieren. Außerdem unterrichtete er die Fächer Geschichte und Religion, sprang in Zeiten großer Not sogar als Lateinlehrer in die Bresche.

Seine Leidenschaft, die Fähigkeit, trotz auch widriger Umstände den Humor und die manchmal auch notwendige Distanz zu wahren, wurden in den Abschiedsreden von Kollegium und Freunden deutlich, ebenso Evers‘ überwältigende Belesenheit und seine Fähigkeit, impromptu auch weniger bekannte Goethegedichte fehlerfrei zu deklamieren – wie er bei dieser Gelegenheit bewies.

Besondere Erwähnung fanden die zahlreichen Musicals, die Volker Evers im Laufe seiner Zeit am Ratsgymnasium Rotenburg inszenierte. Von Linie 1 über Moskitos zu Siegfried gelang es ihm insgesamt beeindruckende neun Mal, gemeinsam mit Schülerinnen und Schüler und Kollegium fantastische Stücke auf die Bühne der Aula zu bringen und diese bis zum letzten Platz zu füllen.

Der Abschied wurde denn von seinen langjährigen Weggefährten, den Kolleginnen und Kollegen, den Mit-Musikern, den Lehrersportkameraden denn auch musikalisch eingeläutet, das Leben des Weinkenners von den Germanisten in einer unterhaltsamen Neufassung des Schlagers „Griechischer Wein“ nacherzählt.

In seinen eigenen Abschiedsworten fragte Volker Evers kritisch nach: „33 Jahre im Schuldienst – wie hält man das aus?“ – nur um diese Frage verschmitzt lächelnd selbst zu beantworten: „Am Ratsgymnasium: gut.“ Und sollte er die Schule einmal zu sehr vermissen, so verabschiedete er sich vom Kollegium, werde er einfach an den schulisch-behördlichen Dokumentationswahnsinn denken.

Neben Volker Evers verlassen Arend Mitwollen, der an die Deutsche Schule Shanghai wechselt, das Ratsgymnasium ebenso wie René Grube, der auf eigenen Wunsch an eine Nachbarschule versetzt wird, das Ratsgymnasium Rotenburg. Mit Carina Claassen und Christian Schröder haben außerdem zwei Referendare ihre Ausbildung erfolgreich beendet.

 

Übergabe der Spende aus dem Benefizlauf an Bremer Engel e.V.

06-25-2018 Bremer Engel HPEva Paul von den „Bremer Engeln“ war sichtlich gerührt und beeindruckt von der stolzen Spendensumme, die sie von den Rotenburger Ratsgymnasiasten überreicht bekam: 1666,18€ erliefen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Laufes in der Ahe, nun erreichte das Geld seinen Empfänger. Die Initiative „Bremer Engel“ entspringt der Erika-Müller-Stiftung und ist eine mobile Familienhilfe für schwerstkranke Kinder und ihre Angehörigen. Mit acht Vollzeitkräften, darunter speziell ausgebildete Kinderkrankenschwestern, eine Psychologin und eine Kunsttherapeutin, werden die fachlichen und menschlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass schwerstkranke Kinder wesentlich schneller aus der Klinik in ihr familiäres Umfeld entlassen werden können.

Eine unterstützenswerte Arbeit, fanden die Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums Rotenburg und entschieden sich, den Erlös des Laufes hierher zu spenden, zumal die Engel nicht nur in Bremen direkt tätig sind, sondern ihren Wirkungskreis inzwischen auf mehr als 100 Kilometer ins Umland haben ausdehnen können. So profitieren auch zahlreiche Rotenburger Kinder und deren Eltern von der unterstützenden Arbeit.

Neben den Schülersprechern Aaron Kruse und Benjamin Credo nahmen sich auch der Vorsitzende des Fördervereins, Oliver Credo, und Schulleiterin Iris Rehder gerne die Zeit, um den Scheck an Eva Paul zu überreichen.

 

„Nur wer selbst brennt, kann ein Feuer entfachen“ – Zum Abschied Friedhelm Horns

06-25-2018 Horn HPEs war die ganz große Rotenburger Runde, die da zum Abschied des Koordinators Friedhelm Horn (Bild links) in die Cafeteria des Ratsgymnasiums gekommen war – und das sagt sicherlich am meisten aus über die Wirkkraft des quirligen Rheinländers, der dem Landkreis und der Stadt doch schon lange so verbunden ist, als habe er niemals irgendwo anders gelebt.

Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Schule – langjährige Weggefährten wie auch solche, die sich immer wieder an den klaren Kanten Friedhelm Horns gestoßen und gerieben haben - saßen einträchtig da und so mancher blaue Fleck war spätestens heute vergeben.

Neben dem ehemaligen Schulleiter Dr. Walter Jarecki und dessen ehemaligem Stellvertreter Dr. August Hoffmeister waren Dr. Dörthe Blume, Leiterin des Domgymnasiums in Verden, und Dirk Stelling vom Gymnasium am Markt in Achim gekommen, letztere hatten lange Jahre als Koordinatoren an Horns Seite am Ratsgymnasium gearbeitet.

Die Reden wurden aber von Rotenburgern gehalten: Schulleiterin Iris Rehder gab anhand der Dienstakte einige Einblicke in den beruflichen Werdegang des scheidenden Koordinators und zeigte sich beeindruckt von seiner Begeisterung und seinem Einsatz für das Ratsgymnasium und seine Schülerschaft. Besonders betonte sie aber das große Interesse am Leben und der Persönlichkeit der ihm Anempfohlenen, das seinen sichtbaren Niederschlag in einer mehrere Quadratmeter großen Informationswand mit aktuellen Zeitungsartikeln zu schulischen und außerschulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler fand. Diese lodernde Begeisterung für den Beruf werde sie vermissen, so Rehder, korrigierte sich aber sofort: „Nein. Ich werde Sie vermissen!“.

06-25-2018 Horn 3 HPBürgermeister Andreas Weber (Bild rechts) betonte, er wolle kein Grußwort sprechen, vielmehr einen ganz persönlichen Dank für die Stadt Rotenburg aussprechen. Horn habe nicht nur an sich selbst und seine Schule, sondern eben auch an seine Schülerschaft hohe Anforderungen gestellt. Dies habe er über seinen eigenen Sohn, der in der Oberstufe bei ihm im Politikkurs gesessen habe, unmittelbar miterlebt. Besonders sei ihm aber dabei das außerordentliche Interesse an den Schülerinnen und Schülern aufgefallen. „Die Wahl zum beliebtesten Lehrer“, so Weber, „ist da kein Zufall.“ Auch im Außerschulischen sei Friedhelm Horns Wirken für Rotenburg wichtig, sein Interesse an der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Stadt habe immer wieder dazu beigetragen, „den Rattenfängern den Boden zu entziehen“. Horn habe sich eingemischt in die politische Landschaft, sei dabei auch immer wieder mutiger Grenzgänger gewesen.

Heiko Kehrstephan vom Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) dankte für die langjährige produktive Zusammenarbeit und hoffte sowohl privat als auch im Namen der lokalen Wirtschaft, dass Friedhelm Horns Expertise und Mitarbeit dem RWF erhalten bleiben möge.

Das letzte Wort gehörte aber schließlich Friedhelm Horns selbst, und er nutzte es in seiner unverwechselbaren Art, um einen weiten Bogen zu spannen über persönliche Ankunft im Landkreis 1977 – „Eine Gegend schwarz wie die Nacht!“ – und den wechselseitigen Kulturschock, den der liberale Junglehrer aus Düsseldorf allen Beteiligten bescherte. Und natürlich kam er nicht umhin, einen kritischen Blick auf die gegenwärtige Schulpolitik in Niedersachsen und in der Stadt zu werfen. Eine wirklich zentrale Frage der Rede war aber: „Wie konnte die Integration eines solchen Exoten gelingen?“ Horn klärte auf: Leserbriefe, Engagement in der Lokalpolitik und, natürlich, Fußball.

Und wie gut diese Integration gelungen ist, zeigte ein Blick in die Gesichter der Anwesenden beim Abschied.

 

Seite 1 von 119

Neuigkeiten und Termine

 

  • Informationen zur Einführungsphase des kommenden Jahrgangs 11 finden Sie hier.
  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.
  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier
  • Logo klein Hier geht es zum Imagefilm der Schule...
  • Finden Sie hier vom 10.-24. August die Bilder der Einschulung Jahrgang 5 zum Download

 

 

 

Zum Anfang