Kollegium bei Mercedes

"Qualität ist kein Zufall mehr"- dieses Motto aus einem einleitenden Film konnte im Mercedes Werk Bremen mehr als überdeutlich erfahren werden. Und es wurde an allen Stellen im Werk deutlich - im Karosseriebau, der Fertigung, dem Zusammenbau, beim Umgang mit den Mitarbeitern und nicht zuletzt auch in dem beeindruckenden Auslieferungszentrum.
Was als Kooperation zwischen dem Ratsgymnasium und Mercedes Bremen begonnen wurde, und mit einem Informationsstand über duale Ausbildungsmöglichkeiten bei den Berufsinformationstagen des Ratsgymnasiums weitergeführt, fand jetzt seine Fortsetzung in einer Werksbesichtigung des Lehrerkollegiums in Bremen Sebaldsbrück.
Rund 12.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen dort rund 1300 Autos pro Tag. Ein Auto wird dabei in drei bis vier Tagen und nach ganz individuellen Kundenwünschen zusammengebaut. Und es ist wirklich beeindruckend, wie das erste Patent, das Carl Benz 1886 auf Motorwagen erhielt, heute umgesetzt und weiterentwickelt wird. Angefangen von der Karosserie, die aus Stahl geformt und dann von Robotern zusammengeklebt und -geschweißt wird. Bis zur Lackierung
, die nach Wunsch des Kunden angefertigt und ständig überwacht wird. Trendfarben sind zur Zeit weiß, vor allem für China, die USA und Südafrika, und natürlich schwarz.
Alle drei Minuten findet im Werk eine sogenannte "Hochzeit" statt, in der der Motorblock und die Karosserie zusammengebracht werden. Danach kann dann der Innenraum, wieder nach ganz individuellen Wünschen, fertiggestellt werden, bevor die Endkontrolle erfolgt. Dabei werden unter anderem zufällig ausgewählte Fahrzeuge über die Teststrecke gefahren. "Es ist besser, wir finden einen Fehler hier, als der Kunde später zu Hause", wird gesagt. Aber die Art der und auch die Präzision in der Produktion, "Just-inTime", ständige Qualitätskontrollen, auch per Ultraschall, automatische Fertigungsstrassen mit unglaublich vielen Robotern zeigen sehr deutlich, dass Qualität, wie auch in der Schule, kein Zufall mehr ist.
