Rede des Schülersprechers Ferdi Aslan anlässlich des Holocaust-Erinnerungstages
Sehr geehrte Frau Wendland-Park, sehr geehrter Herr Bürgermeister Eichinger, sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich Ihnen erst einmal vorstellen. Ich heiße Ferdi Aslan, bin 18 Jahre jung, bin ein jezidischer Kurde und hoffe, bald deutscher Staatsbürger zu sein. Ich besuche seit der 5. Klasse das Ratsgymnasium Rotenburg und bin dort in direkter Wahl im September des letzten Jahres zum Schulsprecher der Schülerschaft des Ratsgymnasiums gewählt worden.
Dass ich an diesem Ort und zu diesem Anlass zu Ihnen sprechen darf, ist erstens für mich eine große Ehre und zweitens ermöglicht sie es mir, Ihnen meinen Einsatz und den meiner Schule gegen Rassismus vorzustellen.
Wir haben uns hier in der Kirche zum Guten Hirten versammelt, um den Opfern eines einzigartigen Menschheitsverbrechen zu gedenken, der staatlich bis in allerkleinste Details geplanten Vernichtung des europäischen Judentums.Der international begangene Holocaust-Erinnerungstag erinnert an die Befreiung des Konzentration- und Vernichtungslagers Auschwitz vor 67 Jahren durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Seit 1996 ist dieser Tag nationaler Gedenktag in Deutschland.
An diesem Tag gedenken wir natürlich nicht nur der ca. 6 Millionen ermordeten europäischen Juden, sondern auch der anderes unzähligen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes und Rassenwahns, der politischen Gegner des Nationalsozialismus, der Sinti- und Roma, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas, und an die Opfer des sogenannten T 4-Projektes, das körperlich und geistig behinderten Menschen das Recht auf Leben absprach. Unter dem T 4-Projekt verbarg sich die sogenannte Euthanasie, die Ermordung tausender von Behinderten. Sie wurde in der Tiergartenstraße 4 in Berlin geplant, daher der Name T 4. 547 dieser Opfer waren Bewohner der Rotenburger Werke, ihre Namen sind im Erinnerungsbereich, rechts neben mir, festgehalten. Auch die Millionen Opfer, die durch die barbarische Kriegsführung und durch die brutale Besatzungspolitik in vielen Ländern Europas zu beklagen waren, dürfen wir an diesem Tag nicht vergessen.
Diese einzigartigen Verbrechen wurden in Deutschland geplant und von Deutschen ausgeführt, auch wenn ihnen im Verlaufe des Krieges Kollaborateure aus vielen europäischen Ländern halfen. Die Deutschen haben sich ihrer Geschichte und ihrer Verantwortung zu stellen. Das haben sie meiner Meinung nach in bemerkenswerter Weise getan, auch wenn die breite gesellschaftliche Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen erst in den 70er Jahre des letzten Jahrhunderts begann.
Und wie ist das mit mir, dessen Eltern aus der Türkei in die Bundesrepublik eingewandert sind? Ich, der noch nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Was habe ich mit der Verbrechensgeschichte der Nationalsozialisten zu tun? Was sagt mir der 27. Januar?
Wie sie bereits zu Beginn meiner Rede gehört haben, bin ich ein jezidischer Kurde, dessen Eltern aus der Osttürkei stammen. Das Jezidentum ist eine Minderheit in der islamischen Kultur, und wird daher von den Muslimen Weiterlesen...
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Frischer Wind im Schulalltag-
Oberstufenschüler des Ratsgymnasiums in den französischen Alpen unterwegs
Bereits zum zwölften Mal bot das Ratsgymnasium unter der Leitung von Martina Lechner- Domhardt, Andre Artinger, Volker Busboom sowie Michael Plötz einen Sportkurs Skilaufen im traumhaften Skigebiet von Val Thorens an. Daneben konnte mit Christoph Nieger ein ehemaliger Schüler des Ratsgymnasiums als zusätzlicher Übungsleiter gewonnen werden.
60 wintersportbegeisterte Schüler des 11. und 12. Jahrgangs nutzten die Möglichkeit bei strahlendem Sonnenschein und optimalen Schneebedingungen, diese attraktive Sportart zu erlernen oder auch als fortgeschrittene Skifahrer ihre Fähigkeiten zu verbessern. Als Alternative zu den traditionellen Sportarten bietet das Ratsgymnasium seinen Schülern die Möglichkeit, Skilaufen als benoteten Kurs für das Abitur einzubringen.
Zur Vorbereitung auf die konditionellen und technischen Anforderungen des alpinen Skilaufs diente ein seit Schuljahresbeginn in der Sporthalle durchgeführtes intensives Konditions-training. In diesem Jahr wurden unterschiedliche Niveaustufen angeboten, in denen die Schüler entsprechend ihres Könnensstandes Unterricht erteilt bekamen. Große Lernfortschritte zeigten jene Schüler, die noch nie zuvor auf Skiern gestanden hatten, aber bereits nach wenigen Tagen schwere Pisten meisterten. Dieser intensive Lernfortschritt der Anfänger wurde auch durch die „ Skilaufkönner“ unter den Ratsgymnasiasten gewährleistet, die ihren Mitschülern häufig mit Rat, Tat und guten Tipps zur Seite standen. Skifahren am Ratsgymnasium bedeutet auch mit anderen zusammen lernen, sich dabei einordnen und Rücksicht nehmen,aufeinander warten und einander helfen. Am Ende des Lehrganges musste dann jeder Schüler sein Können vor einer Prüfungskommission unter Beweis stellen .
Nach der Prüfung stand dann „ freies Fahren“ in Kleingruppen auf dem Programm. Während die Schüler in den vorangegangenen Tagen nach ihrem Können eingeteilt waren, durften sie nun in gemischten Gruppen fahren. Bei allem Spaß war natürlich eines am wichtigsten: Trotz einiger kleinerer Blessuren kamen alle Schüler gesund und zufrieden zuhause an. Weil es so schön war,wird für das Jahr 2011 bereits die nächste Fahrt geplant.
Hier stehen demnächst brandaktuelle Nachrichten und Hinweise!