Berufserkundung im Diakoniekrankenhaus

„Ich wäre gerne bei einer Operation dabei“, beschreibt eine Schülerin ihr Interesse am Diakoniekrankenhaus und an der Medizin allgemein – und fast alle anderen stimmen zu. Darüber hinaus geht es aber auch um die Nähe zu Menschen, die Funktionen des Körpers und darum, etwas bewirken zu können und Menschen zu helfen. Das alles wird auch von Professor Reinhard Kiefer, Chefarzt der Neurologischen Klinik, und Dr. Edda Christina Paland bestätigt, die im Rahmen der Berufsinformationstage des Ratsgymnasiums eine Berufserkundungstour durch das Diakoniekrankenhaus organisiert haben.
Höchst interessant, abwechslungsreich und vor allem ein unglaublich breites Spektrum der Medizin wurden am Ende des Tages ganz besonders von den Schülerinnen und Schülern als Eindrücke genannt. Und da hatten sie einen Nachmittag hinter sich, an dem sie hineinschauen konnten in die Allgemeinmedizin, Radiologie, Pathologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die allgemeine Chirurgie, Anästhesie und Notfallmedizin und zum Abschluss mit einem ganz jungen Arzt über das Studium, die erste Zeit im Krankenhaus und weitere Berufsperspektiven sprechen konnten. Überall standen Ärztinnen und Ärzte bereit, die einen Einblick in ihre Arbeit geben konnten und dies vor allem sehr anschaulich und schülerorientiert gemacht haben. So war etwa in der Pathologie die unglaubliche Anzahl der Präparate, über 2000 in den ersten drei Wochen des Jahres, genauso überraschend wie der Blick durch ein Mikroskop, wo eingefärbte Krebszellen gesehen werden konnten. Praktisch alle Gewebe des Körpers
würden dort in der Pathologie untersucht, erläuterte Dr. Anne Schreiber. Und obwohl man annehmen könnte, dass diese Arbeit irgendwann langweilig werden könnte, sähe jedes entzündete Gewebe unter dem Mikroskop anders aus und sei von daher interessant.
Die Allgemeinmedizin, vertreten von Dr. Edda Christina Paland, werde oft als „Königsdisziplin der Medizin“ bezeichnet. Der drei Tage alte Säugling komme ebenso in die Praxis wie die 104 Jahre alte Patientin, dazwischen seien alle Alters- und Berufsgruppen vertreten. Man müsse sowohl über das Ohr als auch über Hautkrankheiten, Impfungen, Kardiologie oder Intensivmedizin bescheid wissen. Dazu kämen dann bei einem Hausarzt natürlich Hausbesuche vor und sogar Sterbebegleitung, was aber alles dazu gehöre und, wie sie sehr überzeugend darstellte, die Faszination und auch die Freude an diesem Beruf ausmacht.
