Cohn-Scheune September 2916 088

10L zu Gast in der Cohn-Scheune

Am Mittwoch, den 21.09.16, besuchte die Klasse 10L mit Herrn Horn im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Cohn-Scheune. Die Cohn-Scheune ist ein kleines jüdisches Museum in Rotenburg, das als Schwerpunkt die Geschichte der jüdischen Familie Cohn zeigt, die in der Mitte des 18.Jahrhunderts beginnt.
Herr Manfred Göx, Vorstandsmitglied der Cohn-Scheune, erzählte den Schülerinnen und Schülern die dramatische Geschichte von Frau Hildesgard Jacobsen, geb. Cohn (heute 97 Jahre alt) deren Eltern Gertrud und Hermann Cohn auf dem Weg nach Auschwitz im März 1943 ermordet wurden. Sie selbst überlebte nur mit klugem Verhalten und viel Glück die Reichsprogramnacht in Warendorf am 9. November 1938. 

(Text/Fotos: F. Horn)

 

 

Das Ratsgymnasium Rotenburg trauert um

DSC 0017 2Gerlind Meyer-Bahlburg


 *28.7.1972   +17.9.2016

 

„Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.“

-Joseph Freiherr von Eichendorf-

 

Das Kollegium und die Schülerschaft des Ratsgymnasiums trauern um die am Samstag nach schwerer Krankheit verstorbene Gerlind Meyer-Bahlburg. Die gebürtige Hamburgerin, seit 2003 an der Schule, unterrichtete die Fächer Biologie und Musik mit großer Leidenschaft und Energie. Für sie standen immer ihre Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt des schulischen Denkens und Handelns. Ihre Naturverbundenheit und Liebe zu dieser Welt zeigte sich in ihrer Lust am Draußensein, in einer Vielzahl von Ausflügen, Projekten, Studienfahrten und Exkursionen mit Schülern.

Die passionierte Geigerin leitete und begleitete am Ratsgymnasium unzählige musikalische Projekte vom Orchester über den Chor bis hin zur Mitwirkung bei Theateraufführungen und Lesenacht. Mit ihrer eigenen Leidenschaft für die Musik gelang ihr das, was Schule so schön machen kann: In Schülerinnen und Schülern, aber auch im Kollegiumschor, die gleiche Lust und Leidenschaft zu wecken, die sie selbst so sehr spürte. Gerlind Meyer-Bahlburg engagierte sich darüber hinaus wiederholt beim Ungarnaustausch.

Neben der Arbeit in der Schule liebte sie aber auch die Stille, die Meditation, die innere Ruhe und Kraft, die daraus erwachsen kann. Möge sie diese nun finden.

Gerlind Meyer-Bahlburg wurde nur 44 Jahre alt. Wir werden sie schmerzlich vermissen.

In der Bibiothek der Schule liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Schülerschaft und Kollegium eintragen können.

Kleine Bildergalerie
 

 

 

Kooperationsvertrag zwischen dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und Ratsgymasium unterzeichnet

Die Erinnerung ist eine mysteriöse

Macht und bildet die Menschen um.

Wer das, was schön war, vergißt, wird böse.

Wer das, was schlimm war, vergißt, wird dumm.

Erich Kästner


VDK KöhlerMit diesen Gedanken - „In Memoriam Memoriae“ – des stets kritischen Geistes Kästner überbrachte die Dezernentin Marianne Assenheimer das Grußwort der Landesschulbehörde Lüneburg anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Ratsgymnasium Rotenburg und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK).
Zuvor hatte Schulleiterin Iris Rehder die Gäste in der Aula der Schule begrüßt, die bei der Feierstunde zum bundesweit ersten Kooperationsvertrag dieser Art anwesend waren. Neben der Landesschulbehörde waren der Landkreis Rotenburg durch Landrat Luttmann (CDU), Dr. Rinck für die Rinck-Stiftung, Jan Effinger für den Bezirk Lüneburg und Dr. Nils Köhler für den Bereich Gedenkkultur und Bildunk des VDK, sowie als Vertreter des Ratsgymnasiums Hans-Dieter Freytag als aktueller und Dr. August Hoffmeister als ehemaliger stellvertretender Schulleiter in die sommerlich-warme Aula gekommen.

Vor den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10, die allesamt die Gedenkstätte in Lommel/Belgien besucht haben, verwies Frau Assenheimer darauf, dass es eben nicht historische Zahlen und Fakten seien, die berührten, es sei vielmehr das menschliche Erinnern. Sie habe in Neuengamme mit ihren Schülern Rosen gepflanzt – so seien die Jugendlichen den Toten emotional nahe gekommen. Der VDK leiste Friedensarbeit, die insbesondere in diesen Tagen große Bedeutung habe: Die Bundesrepublik, die aus den Trümmern des Krieges erwachsen ist, sei das freieste und sozialste Land, das es je auf deutschen Boden gegeben habe – und eben keine Selbstverständlichkeit. Dieses Bewusstsein gelte es zu erhalten. Landrat Luttmann zeigte sich ebenfalls erfreut über den Abschluss des Vertrages, das Ratsgymnasium sei hierfür aufgrund der Regelmäßigkeit der Zusammenarbeit prädestiniert.

UnterzeichnungHans-Dieter Freytag erinnerte denn auch an die bewegte Geschichte der Zusammenarbeit der beiden Institutionen vom Anfang vor über dreißig Jahren bis hin zu den jüngsten Fahrten der anwesenden Schüler. Dr. Hoffmeister, der den Erstkontakt der Schule mit dem VDK hergestellt hatte, ließ bei der Premiere noch Hans Wenig und die damalige Klasse 9f1 für 5,- DM nach Lommel ziehen – in die ehemalige Villa eines deutschen Industriellen. Allerdings bei Selbstverpflegung. In den Folgejahren ging es für die jungen Rotenburger regelmäßig dorthin. Bei der Einweihungsfeier der neuen Begegnungsstätte im Jahr 1993 kamen internationale Gäste und Botschafter, um einer Antigone-Aufführung der Schüler beizuwohnen. Besonders stellte Herr Freytag heraus, dass die Fahrten und Pflegeeinsätze nur deshalb möglich seien, weil das Kollegium des Ratsgymnasiums sich mit dem Ziel der Friedenserziehung voll identifiziere und dieses mit großem Engagement mittrage. Schließlich finden sich auch deshalb die Fahrten festgeschrieben im Schulprogramm, neben weiteren Projekten und Fahrten, z.B. nach Sandbostel. Ebenso gebühre aber auch der Rinck-Stiftung Dank für die kontinuierliche finanzielle Unterstützung.

Dr. Nils Köhler (Bild rechts) bezeichnete abschließend die Zusammenarbeit mit dem Ratsgymnasium als außergewöhnlich. 40 Klassen mit über 1600 Schülern und 127 Kollegen haben Lommel und das ehemalige KZ Breendonk in den vergangenen Jahren besucht, Nachhaltiges sei damit gewachsen. Köhler betonte, es gehe dabei um viel mehr als einen ausgelagerten Geschichtsunterricht, vielmehr seien die Vermittlung von Demokratie, Offenheit und Toleranz Ziel der Arbeit, um klar Position gegen jedweden Extremismus zu beziehen. Vor diesem Hintergrund betonte er abermals die besondere Bedeutung dieser bundesweit ersten Vereinbarung und wünschte sich davon neue Impulse und einen Vorbildcharakter. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte anschließend im kleineren Rahmen, aber nicht minder feierlich (Bild links).

 

Das Ratsgymnasium verliert eine seiner guten Seelen

MothesMit Sebastian Mothes verlässt eine der präsentesten Personen der letzten Jahre das Ratsgymnasium - schließlich saß er doch vom frühen Morgen bis weit in den Nachmittag an der Stelle, wo alles an der Schule zusammenläuft: Im Sekretariat. Mit seiner freundlichen und aufgeschlossenen Art hat er neben seinen regelmäßigen Tätigkeiten im Sekretariat Schülern und Kollegen oft aus verschiedenen schulischen Notsituationen geholfen, aber auch der Schulleitung zugearbeitet. Bis zu einer Neubesetzung der Stelle müssen nun Frau Götz und Frau Hollmann die anfallende Arbeit schultern. Nicht nur dies ist ein Grund dafür, warum die Damen den jungen Mann nur ungern ziehen lassen.

Herr Mothes beginnt mit dem kommenden Semester ein Studium im Bereich "Öffentliche Verwaltung" an der Universität Osnabrück. Wir wünschen ihm alles Gute auf seinem Weg.

  

Bild links: Frau Rehder überreicht dem scheidenden Sebastian Mothes einen Präsentkorb mit Hilfen für das Studium.

 

 

„Neue Wege“ – Ein erstes Resümee der Projekttage 2016

Eine ausführliche Auswertung der vergangenen Tage steht am Ratsgymnasium noch aus, zu frisch sind die vielen Eindrücke, die im Rahmen eines Schulfestes vorgestellten Ergebnisse zeugen aber von arbeits- und ereignisreichen Stunden. Der Probelauf der Projekttage, nach langer Zeit in einem neuen Versuch angelegt, ist gelungen. Drei Tage lang haben die Schülerinnen und Schüler in ihren Projektgruppen gearbeitet und eine beeindruckende Sammlung an Projekttage 2016 20künstlerischen und musikalischen Werken, an sportlichen Leistungen, Forschungsergebnissen, Experimenten und Informationsmaterialien geschaffen, die am Freitagnachmittag in der Schule präsentiert wurde.

„Die Resonanz der Schüler und Eltern, aber auch die der Kollegen ist positiv“, so Bianca Wostbrock, die für die Organisation und Durchführung der Projekttage maßgeblich verantwortlich war. Zwar gäbe es an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf, sowohl der grundsätzliche Ablauf als auch die Motivation der Beteiligten hätten gestimmt. Kinderkrankheiten eben.

Die engagierte Schulelternschaft indes präsentierte, angeregt vom Schulelternrat und organisatorisch begleitet von der Elternratsvorsitzenden Sabine Krause, den hungrigen Besuchern des Abschlussfestes bei bestem Sommerwetter ein Freiluftbuffet, das zuerst vor Begeisterung offene Münder und dann volle Mägen zur Folge hatte. Auch aus diesem Grund lag eine überaus gelöste und heitere Atmosphäre über der Veranstaltung. So konnte denn auch Schulleiterin Iris Rehder in ihrer Eröffnungsrede ein positives Fazit ziehen, ehe sie entspannt im Gespräch mit Müttern und Vätern die geleistete Arbeit bestaunte.

Insbesondere aber den Lehrerinnen und Lehrern des Ratsgymnasiums, die in den Wochen zuvor mit viel Verve und Herzblut ihre Projekte geplant hatten, war die Erleichterung über die gelungene Premiere anzumerken. In sage und schreibe 44 Projekten hatten sie der Schülerschaft die Möglichkeit geboten, bestehenden Neigungen und Interessen nachzugehen oder neue Vorlieben zu entdecken und zu entwickeln. Kreatives Schreiben, Fotostorys nach Gedichten, Russisch, Zirkus, eine „Acoustic Guitar Band“, verschiedene Projekte rund um und in der Natur, Computerspielprogrammierung, naturwissenschaftliche und mathematische Experimente und sogar ein fotografisches Gewaltpräventionsprojekt in Kooperation mit dem Weißen Ring e.V. sowie der Rotenburger Polizei – all dies und noch viel mehr wurde geboten und sehr gut angenommen.

Die als Teil der Projekttage angelegte Dokumentations- und Auswertungsgruppe hat in einer kurzen Umfrage bereits ein Feedback zur Veranstaltung eingeholt und kann feststellen, dass eine Wiederholung absolut gewünscht ist. Zudem wünscht sich ein großer Teil der Schülerschaft zugunsten einer intensiveren thematischen Arbeit eine Verlängerung der Projekttage von drei Tagen auf eine ganze Schulwoche, ein erfreulicher Wunsch, der in den kommenden Wochen in der Schulöffentlichkeit diskutiert werden wird.

Unter "weiterlesen" finden sich fotografische Eindrücke vom Schulfest. Viel Vergnügen!

Weiterlesen...
 

Seite 1 von 89

Angesagt!

  • Der aktuelle ELTERNBRIEF als pdf.
  • ACHTUNG: 22./23. September unterrichtsfrei wegen schullinterner Lehrerfortbildung.
  • Am 27.10.2016 findet unter dem Motto "Der Tod liest mit" wieder die Lesenacht am Ratsgymnasium statt! 

  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier.

  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.

  • RG Film AG proudly presents: Neuer Blockbuster über die "daily routine" am Ratsgymnasium - Film ab!

Zum Anfang