Das Ende einer Ära: Eckhard Völker geht in den Ruhestand

Ecki RGR 1407Die Phrase vom „Ende einer Ära“ ist sicherlich eine überstrapazierte – in diesem Fall ist sie aber schlichtweg zutreffend. Mit dem Ende des Schuljahres verließ Oberstudienrat Eckhard Völker das Ratsgymnasium, dass zunächst einmal ihn, dann er es maßgeblich geprägt hat. Zum Verständnis: Eckhard Völker, Sohn eines Lehrers am Ratsgymnasium, besuchte von an 1962 zunächst einmal selbst als Schüler die Rotenburger Bildungsanstalt, die er 1970 nach bestandenem Abitur verließ. Nach Studium und Referendariat kehrte er, nunmehr in anderer Rolle, im Jahr 1986 mit den Fächern Englisch und Erdkunde an seine ehemalige „Penne“ zurück. Hier wirkte er neben seiner regulären Tätigkeit als Lehrer seit 2001 dann als Fachobmann für das Fach Erdkunde.

Die vielen Schülerinnen und Schüler, die ihn im Unterricht erlebt haben, schätzten seinen trockenen und pointierten Humor, aber auch sein profundes Wissen und seine scharfe Beobachtungsgabe. Aber auch an anderer Stelle blieb dies nicht unbemerkt: „Wir alle haben Sie in Konferenzen erlebt, in denen Sie in Ihrem Statement Wesentliches Prägnant, manchmal zugespitzt auf den Punkt brachten und mit Ihrer Rhetorik die Lacher auf Ihrer Seite hatten,“ so Schulleiterin Iris Rehder in ihrer Verabschiedung.

Die Kolleginnen und Kollegen des Ratsgymnasiums haben in Eckhard Völker einen engagierten Lehrer und Kollegen erlebt, der sich im Personalrat und als Vorsitzender der Ortsgruppe des Philologenverbandes immer wieder für sie eingesetzt hat, unter anderem im erfolgreichen Prozess der Gymnasiallehrer gegen die einseitige Arbeitszeiterhöhung. In den zahlreichen emotionalen Beiträgen zur Pensionierung stellten die Fachgruppen Englisch und Erdkunde, aber auch die Lehrerband, in der Eckhard Völker Gitarre spielte, und die Lehrerfußballmannschaft seine besondere Bedeutung für die Schule heraus.

Nach Vater und Sohn ist nun also das Ratsgymnasium erstmals seit Jahrzehnten und wohl auch dauerhaft ohne einen Kollegen namens Völker. Eben das Ende einer Ära.

Ebenfalls das Ratsgymnasium verließen nach zweijähriger Abordnung aus Sottrum der Kollege Christoph Schweitzer, durch Versetzung in die Region Winsen die Kollegin Nadine Wölm und die FSJlerin Vanessa Koß. Thomas Stelljes, Langjähriger Leiter der Schulbibliothek, wechselt in die Position des stellvertretenden Schulleiters an das Gymnasium am Wall in Verden. Wir wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.

 

 

Alle Jahre wieder: Im Sommer ist JUMP!

JUMP 2017 011In der letzten Woche vor den Sommerferien heißt es jedes Jahr für den 11.Jahrgang am Ratsgymnasium: Die nette Truppe von JUMP-Consulting aus Rotenburg mit ihrem Chef Lars Grewe ist da. Das Bewerbertraining ist fester Bestandteil der umfangreichen Berufs-und Studienorientierung am Ratsgymnasium und hat seinen festen Platz im Kalender der Schule.

Auch diesmal war die Stimmung prächtig (Bild links), die Schüler waren begeistert von den engagierten Profis. Diese vermittelten im Rahmen umfangreicher Coachings die vielen Facetten einer erfolgreichen Bewerbung. Aber auch die JUMP-Mitarbeiter waren vom Einsatz und der Kommunikationsfähigkeit der Schülerschaft angetan. "So eine Hingabe, so einen Ehrgeiz kurz vor Beginn der Ferien habe ich nicht mehr erwartet", erklärte dann auch Team-Chef Lars Grewe.

Er ist nicht der erste, dem die besonderen Stärken der Schülerinnen und Schüler aufgefallen sind: Der aktuelle 11. Jahrgang des Ratsgymnasiums hatte schon im Mai 2017 für positive Schlagzeilen gesorgt, als die Agentur für Arbeit ihm überdurchschnittliche Leistungen gegenüber anderen Gymnasien im Elbe-Weser-Dreieck beim sogenannten "Study-Test" bescheinigte.

 

 

Abiturentlassungsfeier 2017 am Ratsgymnasium

Jona Gödecke und Hanna Rohde„Mahatma Abi – Mahatma keins“. Das war das Motto des Abiturjahrgangs 2017 am Ratsgymnasium in Rotenburg. 126 stolze Abiturientinnen und Abiturienten konnten am Ende der heutigen Entlassfeier mit Sicherheit für sich sagen: „Mahatma!“, hielten sie doch die lang ersehnten Abiturzeugnisse endlich in der Hand. Und diese waren nicht nur durch passiven Widerstand erworben…

Schulleiterin Iris Rehder begrüßte in der voll besetzten Aula der Schule die Abiturientinnen und Abiturienten, deren Eltern und Angehörige, das anwesende Kollegium sowie Bürgermeister Andreas Weber und für den Landkreis als Schulträger Sven Höhl. Dieser betonte in seiner kurzen Ansprache die gute Zusammenarbeit zwischen dem Ratsgymnasium und dem Landkreis und verwies auf die zahlreichen und umfangreichen Investitionen in Höhe von ca. 3,5 Millionen Euro, die der Schule in der jüngeren Vergangenheit trotz widriger Umstände eine gute Ausstattung garantiert haben. Auch deshalb, so Höhl, hätten die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in die digitale Gesellschaft sehr gute Voraussetzungen für Leben und Beruf.

Rudolf TiedeNach einer gelungenen musikalischen Darbietung des Schulorchesters unter der Leitung von Astrid Mujica Alvarado, bei der auch Schülerinnen und Schüler des aktuellen Abiturjahrgangs mitwirkten, ergriffen im Namen des Kollegiums des Ratsgymnasiums Bianca Wostbrock in ihrer Rolle als Historikerin und Markus Rauer als Religionslehrer das Wort.

In einer mit Lutherzitaten gespickten, augenzwinkernden Rede rieten sie dem Abiturjahrgang, sich Luther in seiner Standhaftigkeit als Vorbild zu nehmen. Sie gratulierten, so die beiden, mit einem lachenden und einem weinenden Auge und gaben verschiedene Anekdoten aus dem Unterricht preis, die die Findigkeit der Schülerinnen und Schüler in der Vermeidung von Arbeit offenbarten. Gleichzeitig wurde aber auch betont, wie stark sich der Jahrgang engagiert habe bei sozialen Belangen. Als abschließenden Rat gab Markus Rauer den Abiturienten mit auf den Weg, den eigenen Lebensweg gerade dadurch auszuzeichnen, sich nicht – ebenso wie Luther – verbiegen zu lassen.

Mit Rudolf Tiede (Bild links) sprach für die Eltern ein Redner, der mit zwei Kindern am Ratsgymnasium und mehrfacher und wiederholter Tätigkeit als Elternvertreter tiefe Einblicke in das Schulleben gewonnen hat. Er brachte zunächst einmal die wohl von allen Eltern empfundene Überraschung zum Ausdruck, dass es nun wohl so weit sei: Die Kinder müssten nun ihren eigenen Weg gehen. „Bildung gibt Sicherheit und hilft, Entscheidungen zu treffen“, so Tiede. Deshalb, und dies sei eben keine hohle Phrase, höre das Lernen nie auf, lebenslanges Lernen sei ein Privileg. Mit dem Hinweis, den frisch gebackenen Abiturientinnen und Abiturienten stünden alle Möglichkeiten offen, forderte er sie auf, die Gesellschaft aktiv zu gestalten. Im Namen der Eltern dankte er dem Kollegium für die geleistete Arbeit, er habe die Schule trotz des unbestritten hohen Leistungsanspruches immer als dem Einzelnen zugewandt erlebt, die Lehrerinnen und Lehrer als engagiert und motiviert.

Abiturnote 19 oder besserHanna Rohde und Jona Gödecke (Bild oben), die für den Abiturjahrgang 2017 sprachen, griffen indes das Abiturmotto wieder auf und präsentierten in Form eines fiktiven Dialoges die Planungsphase ihrer Abiturrede. Unter viel Heiterkeit und Schmunzeln des Publikums offenbarten sie ihre Recherchen zu Gandhi bei Wikipedia sowie, lehrerfreundlich, im Brockhaus und sinnierten, ob die Rolle Gandhis den Lehrern, den Eltern oder doch den Mitschülern zukäme. Schließlich sei man doch von allen irgendwie in die Unabhängigkeit geführt worden. Schlussendlich setzte sich aber die Erkenntnis durch, dies irgendwie doch selbst vollbracht zu haben, durch die harte Arbeit in der Oberstufe, vor allem aber in Abiturkomitees. „Und am Ende der Rede kommt dann noch der Applaus!“, wünschte sich Jona Gödecke. Und der kam dann auch.

Als Schulleiterin Iris Rehder griff in ihrer Rede ebenfalls Gandhi und seine Ideen auf, wenngleich es hier etwas ernsthafter zuging als bei den Schülerinnen und Schülern. Sie attestierte den Abiturienten in der Wahl ihres Vorbildes ein „augenzwinkerndes Selbstbewusstsein“, aber auch einen „gelassenen Pragmatismus.“ Es werde aber auch der Wunsch offenbart, in der Welt mögen auch die vermeintlich Schwachen die Chance bekommen, etwas zu verändern. Es sei an ihnen zu entscheiden, ob die in der Schule gewonnenen Erkenntnisse denn auch Konsequenzen für das weitere Leben haben sollten oder nur Bücherwissen blieben: „Wendet die Fähigkeiten an, die ihr hier gelernt habt, aber vertraut nicht allein auf euer Wissen und euern Verstand, hört auf euer Herz, wenn ihr wichtige Entscheidungen zu treffen habt.“

Nach Zeugnisübergabe und den Ehrungen und Auszeichnungen besonders erfolgreicher oder engagierter Schülerinnen und Schüler, darunter überragende 19 Abiture mit der Durchschnittsnote 1,9 oder besser (Bild), trat abschließend der Chor des Ratsgymnasiums unter der Leitung von Kirsten Toddenroth auf, bei dem zahlreiche der Abiturienten gleich ihren letzten Auftritt hatten.

 

Hinweis: Der über Iserv zu erreichende Bilderordner für Abiturienten und deren Angehörige wird ab dem 19. Juni erreichbar sein.

 

 

Klassenfahrt der 8Sn nach Kiel2017 Klassenfahrt 8Sn

Vom 13. bis zum 16 Juni begab sich die Klasse 8Sn in Begleitung der Lehrkräfte Frau Lützen und Herrn Schwabe in die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein: Kiel. Kurz vor dem Beginn der diesjährigen Kieler Woche lernte die Gruppe im Laufe ihrer Fahrt etwas über den Marine-Stützpunkt an der Ostsee, die zahlreichen Fährverbindungen von Kiel nach Skandinavien und Nordeuropa, die Geschichte der U-Boote und anderer Schiffe sowie diverse Wassersportarten kennen.

Selber konnten sich alle Schülerinnen und Schüler im Windsurfing und Stand-Up-Paddling (SUP) am Strand der Förde ausprobieren. Zum Glück gab es hierbei Neopren-Anzüge, denn der ein oder andere bekam dann doch das 15 Grad kalte Wasser in all seiner Kraft zu spüren. Der Besuch des Ehrenmal in Gedenken an alle auf See gebliebenen Matrosen und Seeleute in Laboe hinterließ bei allen Teilnehmern Eindruck, ebenso wie der weitläufige Blick vom 68m-hohen Turm.

Insgesamt waren es herrliche Tage am Wasser für alle. Die meisten der Schülerinnen und Schüler standen nach eigener Aussage auch nicht das letzte Mal auf einem Surfbrett.

 

 

Hoher Besuch bei „erlebe IT“: Workshop unter der Schirmherrschaft von Lars Klingbeil (MdB)

Insgesamt 33 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 7 bis 10 des Ratsgymnasiums konnten am 15. Juni in der Schule einen Workshop zum Thema „Apps programmieren“ erleben. Die vom Branchenverband bitkom im Rahmen der unter der Schirmherrschaft von insgesamt 140 Bundestagsabgeordneten stehende Initiative „erlebe IT“ hat es sich zum Ziel gemacht, bei Jugendlichen ein digitales Grundverständnis zu entwickeln ,und sie somit für die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu wappnen.

Die Ratsgymnasiasten, die sich für den Workshop beworben hatten, lernten mit dem Programm „App-Inventor“ zunächst einmal, einfache Apps für mobile Endgeräte zu programmieren. Da zahlreichen Teilnehmern mit „scratch“ eine ähnliche modulare Programmierumgebung aus dem Informatikunterricht bekannt war, war der Zugang erfreulich niedrigschwellig, so der begleitende Informatiklehrer Dr. Kurt Freund.

Präsentation HPIm Rahmen seines Besuchs im Workshop dankte Lars Klingbeil (MdB, SPD), der als netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Schirmherr von „erlebe IT“ ist, den Schülerinnen und Schülern für ihre Teilnahme am Projekt und freute sich über die, wie er beobachte, „lebendige Mitarbeit“. Klingbeil ließ sich in einer Vorstellungsrunde von den verschiedenen Schülergruppen ihre jeweiligen selbstprogrammierten Apps vorführen (Bild), die darauf ausgelegt waren, einfache Fragen mit zufällig generierten Antworten zu beantworten. Die unterschiedlichen, auch humorigen und pfiffigen Lösungen der Teilnehmer sorgten dabei immer wieder für Heiterkeit, aber auch für Erstaunen über die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler.

Im sich anschließenden Gespräch mit den Nachwuchsprogrammierern stellte sich Lars Klingbeil den Fragen der Teilnehmer, zeigte sich aber selbst auch sehr interessiert an den technischen Fähigkeiten und dem Medienverhalten der Anwesenden. Themen waren hier zum Beispiel die Nutzung von youtube, sozialen Medien und Streamingdiensten. „Ich schaue mir viele Schulen an, war aber zum heute zum ersten Mal bei einem Programmierworkshop dabei. Ich bin dankbar, dass diese Schule sich bereit erklärt hat und engagiert dabei ist, sich mit der Digitalisierung zu befassen. Deutschland braucht kluge Köpfe, die programmieren können,“ äußerte sich Klingbeil im Rahmen der Veranstaltung. Besonders fiel ihm hier die große Zahl weiblicher Teilnehmer auf. Dies sei in der Branche insgesamt leider noch immer die Ausnahme, bedauerte er. Workshops wie dieser hälfen aber eben allen dabei, ein grundlegendes IT-Sicherheitsverständnis zu entwickeln. Sie seien außerdem auf dem Arbeitsmarkt eine wesentliche Qualifikation. Es sei eben „originäre Aufgabe der Schule, auf das Leben vorzubereiten.“

Auch Christine Domgörgen, die für die Initiative „erlebe IT“ zusammen mit Hannes Riechert vom Deutschen Jugendforscher Netzwerk e.V. den Workshop leitete, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Engagement und den Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler. Sie betonte, die Möglichkeit, auf diese Weise am Computer kreativ Tätig zu sein, motiviere sehr stark und entwickle in der Folge häufig eine große Eigendynamik. „Apps zu programmieren fördert logisches Denken, das Nachdenken über Abfolgen sowie Ursache und Wirkung“, so Domgörgen.

Abschließend bedankte sich Schulleiterin Iris Rehder bei „erlebe IT“ und Lars Klingbeil für die Möglichkeit, solche Veranstaltungen am Ratsgymnasium durchführen zu können. Innerhalb der Schule würden viele Gespräche über Medien und deren Nutzung geführt, Impulse von außen seien da immer wichtig. Folglich freue sich die Schule auf die Rückkehr von „erlebe IT“ nach den Sommerferien, wenn ein Workshop zur Mediennutzung stattfände. 

 

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Neuigkeiten und Termine

  • Beginn der Sommerferien: 22. Juni - Wiederbeginn des Unterrichts: 3. August
  • Sozialpraktikum: am Montag, den 7. August 2017 findet ab 9:45 Uhr in der Aula eine Informationsveranstaltung über das Sozialpraktikum der 9. Klassen statt. Herr Slomma von den Rotenburger Werken wird sprechen.
  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.
  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier
  • Logo klein Hier geht es zum Imagefilm der Schule...

 

 

 

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